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Alte Inhalte online

August 24th, 2010

Es ist geschafft, die alten Inhalte sind nun im neuen System online.

Wer jetzt denkt, die Seite ist etwas abgespeckt, der sieht richtig. Ich konzentriere mich hier nur noch auf meine eigenen Geschichten und lasse alle anderen Themen hier auf der Seite außen vor.

Ich denke mal, daß hier bald auch wieder die eine oder andere Geschichte erscheinen wird und ich werde evtl. an den alten Geschichten noch etwas Feinschliff betreiben. Bis dahin aber schon einmal viel Spaß beim Lesen der Geschichten.

Kälte

August 23rd, 2010

Ein Hauch warmen Lichtes wandert langsam über mein Gesicht. Die Wärme der kosmischen Energie belebt meine kalte feuchte Haut und haucht meinem Körper langsam wieder neue Energien ein. Energien die mein geschundener Leib mehr als nötig hat und die mir die Kraft geben, für das was heute auf mich wartet.
Langsam erreicht die Wärme meine Augen und wie ein Feuer brennt sich die Helligkeit des Lichtes durch die Augenlieder und ein feuriger Lichtschein der in meinen Augen schmerzt umhüllt mich und erweckt mich aus meinen Gedanken. Leben kehrt wieder in meine Glieder und mein Geist sammelt sich, um wieder in die Realität einzutreten. Mit meiner Hand versuche ich das brennende Licht von meinen lichtempfindlichen Augen abzuhalten und als der Schatten meines Armes meine Augen überdeckt und die brennenden Schmerzen langsam verschwinden, öffne ich diese vorsichtig.
Allmählich komme ich vollkommen zu mir, die Realität hat mich wieder. Der Übergang von Traumwelt zur Realität wird immer schwerer und in meinem Gedanken keimt die Frage ob dies nun wirklich die Realität ist oder doch nur ein weiterer Traum. Vor meinen Augen ein Arm, überzogen von zahlreichen alten und frischen Schrammen und Kratzern und einigen tiefen alten Narben, der zu unwirklich scheint, als das dies wirklich mein eigener wäre, umhüllt von einem hellen Schein aus gebündelten Licht. Gerade genug Schatten spendend, daß meine Augen nicht mehr vom Licht geblendet werden und der brennende Schmerz aus den Augen weicht. Zuerst nur ein schwarzer Schatten, erkenne ich nun die Wunden immer deutlicher und das frisch geronnene Blut, die von den Torturen des letzten Tages stammen. Torturen, die mir schon lange nichts mehr anhaben können. Schmerz ein täglicher Begleiter, ein Freund den ich nicht mehr missen will auch wenn ich weiß, daß er mich eines Tages töten wird.
Langsam richte ich mich auf meiner harten Liegestätte auf und versuche weiterhin mit dem Arm das grelle Licht von meinen Augen fernzuhalten. Mit jeder Bewegung meiner Muskeln fahren schmerzende, teils betäubende Impulse durch meinen Körper, bis ich aufrecht sitze und versuche mir wieder der Realität bewusst zu werden und auf meine Sinne einwirken zu lassen.
Diese herrliche Stille, die mich umgibt. Kein Laut dringt an meine Ohren und ich genieße es. Doch es fehlt was, nein, da ist es doch, das leise tropfen von Wasser, das von irgend einem Stein an der feuchten Wand neben mir ständig und unablässig in seinem trägen Takt zu Boden fällt und mit einem glucksenden Geräuschen wieder von der Stille verschluckt wird. Der Takt der Zeit, mein ständiger Begleiter hier in diesem engen Raum, der mir zeigt, daß ich noch am Leben bin. Ich stelle mir vor wie sich das Wasser immer tiefer in den Boden frisst. Mit jedem Tropfen etwas Sand aus den Stein heraus wäscht und so immer tiefer in ihn eindringt. Sich immer tiefer hineinfrisst bis es einen Weg durch den Stein in die Freiheit gefunden hat. Ein Spiel der Endlosigkeit, ein Spiel das ich schon so lange verfolge.
Ich betrachte die uralten Steine die mich umgeben, die ständige Feuchtigkeit, ein glitschiger Film, der sie umhüllt und ihnen eine tödliche Kälte verleiht. Eine Kälte die sie an jedem weiter geben, der sie berührt oder längere Zeit in ihrer Nähe verweilt. Eine Kälte die alle Glieder durchdringt und sich bis ins Knochenmark durchfrisst und einen Körper erstarren lässt und wie der eiserne Griff des Todes seine Beute nicht mehr so leicht loslässt.
Nur ein kleiner gebündelter Lichtstrahl ist das einzige, was hier in diesem Verließ einem Lebewesen neue Energien und etwas Wärme zurückgeben können. Mein einziger Anhaltspunkt um zu entscheiden, ob es Tag oder Nacht ist. Doch zu lange ist dieses Verließ schon mein zuhause um noch zu wissen, wie viele Tage und Nächte ich bereits hier verbracht habe. Ich bin ein Teil dieser Mauern, bin eins geworden mit seiner Einsamkeit und Kälte. Seine Kälte hat meinen ganzen Körper durchflutet und ich bin das einzige Leben, das diese kalten Steine mit Energie versorgt, Energie des Lebens, meines Lebens. Die ehemalige Wärme meines Körpers im Gegenzug mit dem eins werden mit der Kälte des alten Gemäuers. Die Kälte des Todes. Ewige Kälte die bereits mein Herz fest umschlossen hat und auch meinen Geist.
Mit leeren Blick starre ich auf den schmalen Lichtstrahl, der sich wie ein Fremdkörper von der Dunkelheit abhebt. Wenige Staubteilchen tanzen ihren endlosen Tanz in dem Licht und unterhalten mich mit der Schönheit ihrer geschmeidigen und ruhigen Bewegungen. Wie Tänzer die Wissen, daß ihnen die Ewigkeit gehört, tanzen sie ununterbrochen hin und her. Ein Schauspiel welches mich fesselt, ein Reigen der Bewegung den ich mit all meinen Sinnen verfolge. Ein Anblick der mich alles um mich herum vergessen lässt, auch die Kälte die mich quält.
Bald ist es wieder soweit. Sie werden kommen und diese Idylle zerstören. Mit ihrem rauen lauten Stimmen, ihren schweren Schritten und dem klirren der schweren Ketten, mit denen sie mich fesseln werden und wegzerren werden. Wegzerren in eine Welt, die so anders ist als diese. Eine Welt in der Hitze und der rote Schimmer ihrer Höllenfeuer regiert. Glühendes Metall, scharfe Klingen, Nadeln und rohe Gewalt. In diese Welt werden sie mich wieder zerren und ihr bestialisches Lachen welches in meinen Gehörgängen widerhallt, wenn sie sich an meinen Schmerzen ergötzen und ihre Augen weiden, an den Spuren, die mein rotes Blut auf meiner bleichen Haut zeichnet. Ein Ritual welches eine Ewigkeit anzudauern scheint, ein Ritual, mit dem sie meinen Geist brechen wollen. Doch was sie nicht wissen, diese Qualen machen mir immer weniger aus und auch wenn sie sich immer weitere Qualen für meinen Körper ausdenken, sie werden immer weniger damit erreichen. Denn meinen Körper können sie brechen, doch mein Geist hat sich schon lange von seiner fleischlichen Hülle getrennt und so können sie zwar meinen Körper quälen und zerstören, doch ich treibe mit meinen Geist und Gedanken in einer anderen Welt, einer Zwischenwelt zwischen Tod und Realität. Mein neues Zuhause, wenn ich nicht in meiner dunklen Zelle verweile. Eine Welt die ich eines Tages nicht mehr verlassen werde. Und wenn es soweit ist, habe ich über sie gesiegt, dann können sie mir nichts mehr anhaben und es gibt keine Qualen, die sie sich ausdenken können, die mir noch Schmerzen zufügen könnten. Mit Sehnsucht warte ich auf diesen Tag, den Tag meiner Erlösung.
Und wieder löst sich ein Tropfen Wasser vom Stein und fällt auf den Boden und versickert zwischen den Ritzen der Steine. Meine Gedanken konzentrieren sich wieder auf den Takt der Tropfen und ich lausche diesem schönen glucksenden Klang, der Melodie der Zeit. Und wieder fällt mein Blick auf den Lichtstrahl, in dem Staubteilchen ihren bezaubernden Tanz im Rhythmus des Wassers vollführen. Ein Lächeln zeichnet sich auf meinem Gesicht ab und ich genieße die wunderbare Kälte, die meinem Körper heimsucht und wie gebannt starre ich auf das Ballet im Licht und warte darauf, daß sie wieder kommen werden.

Seelenwald

August 23rd, 2010

Hell spiegelt sich das fahle Licht des weißen Vollmondes auf der ruhigen und klaren Oberfläche einer Pfütze, gesäumt von Erde und kleinen Steinen. Der blau-schwarz schimmernde Himmel bekommt einen silbernen Schleier durch das kalte Licht des Mondes. An den Rändern dieses Bildes kann man die Umrisse von Tannen erkennen. Bäume die einen Waldweg umgeben.
Der Geruch von feuchten Moosen und Walderde liegt in der Luft und aus der Ferne hört man die Laute nächtlicher Jäger. Eine Eule, die auf ihre Beute lauert und das Rascheln kleinerer Tiere ist überall zu hören. Trotzdem liegt der Wald in mystischer Stille und kein Fremdgeräusch zerstört diese Idylle.
Ein junger Mann sitzt auf einen mit Moos überwucherten Stein und genießt diese Stille. Saugt die Atmosphäre mit all seinen Sinnen auf und zeichnet mit einem abgebrochenen Ast verschiedenen Bilder und Linien in die zuvor unberührte Oberfläche der Pfütze und zerteilt mit jeder Linie das Spiegelbild. Wellen breiten sich von der Spitze des Astes aus und ziehen über diesen natürlichen Spiegel, bis sie am Rand von der Erde und den kleinen Steinen gebrochen und abgedämpft werden und nur noch als schwaches Echo wieder zurückkehren.
Als er den Ast ruhen lässt und in den Himmel schaut, beruhigt sich das Spiegelbild und zeigt die Szene wieder so deutlich, wie zuvor.
Ein Lächeln zeichnet sich im Gesicht des Mannes ab und er redet leise zu sich selber darüber was für abergläubische Narren diese Dorfbewohner doch sind. Sie erzählten ihm von diesem angeblich verhexten Ort, der Wald des Todes, wie sie ihn nannten. Wer sich hier nachts herauswagt ist des Todes, was für Narren. Angeblich sollen hier Monster und böse Geister umherziehen und in der Nacht nach Unglücklichen suchen, deren Seelen sie für immer einfangen und quälen können.
Plötzlich fängt er leise an zu Lachen, bei der Vorstellung, dass es doch tatsächlich immer noch solche primitiven Geister gibt, die an das Übernatürliche glauben. Nichts als dummer Aberglaube, sagt er zu sich selbst und lehnt sich zurück um besser den Mond betrachten zu können und die Sterne, die das Firmament überziehen und in dieser wolkenlosen Nacht wie silberweiße Juwelen leuchten und funkeln.
Immer noch amüsiert er sich über die Dorfbewohner, als er auf einmal meint einen schrillen markerschütternden Schrei zu vernehmen, wie er ihn noch nie zuvor hörte. Erschreckt setzt er sich auf und schaut sich um, um die Quelle dieses sonderbaren Lautes auszumachen. Doch als er nichts weiter hören kann beruhigt er sich wieder und will über sich selber lachen, dass er doch tatsächlich einen Moment glaubte, dass doch etwas an diesen Geschichten wahr sein könnte, als ihn dieser Schrei erschreckte.
Doch bevor er sich wieder ganz beruhigen kann, sagen ihm seine Sinne, dass etwas nicht stimmt und plötzlich erkennt er dass diese Stille um ihn herum unnatürlich ist. Wo sind die Geräusche der Waldbewohner. Kein Heulen der Eule, kein Rascheln von Kleintieren im Unterholz, nur totale Stille. Dieser Schrei, oder was immer es war, brachte jedes Geräusch des Waldes zum verstummen. Seine Miene wirkt wie versteinert, als nun doch die ersten Zweifel in seinem Kopf aufsteigen und er vergeblich nach einer natürlichen Erklärung für diesen Schrei und dieser unnatürlichen Stille sucht. Er fühlt sich immer unwohler und so langsam formen sich die Geschichten der Dorfbewohner zu einem Bild, welches die Panik, die sich in seinem Geist aufbaut, noch weiter verstärkt.
Als er diese Gedanken als Schwachsinn abstufen will fällt sein Blick auf die Wasserpfütze, die nun ohne ersichtlichen Grund konzentrische Kreise zeigt, die das Spiegelbild des Mondes aufwirbeln und verzerren. Und mit jedem seiner Herzschläge werden diese Wellen größer und unruhiger. Im Takt seines Herzschlages hört er nun zu jedem neuen Kreis, der gebildet wird ein dumpfes Aufschlagen, wie gewaltige Füße, die den Waldboden erschüttern lassen.
Er merkt, wie sich kalter Schweiß auf seiner Stirn bildet und nun hat sie ihn erreicht, panische Angst vor dem was er nie erwartet hätte. In ihm steigt der Drang wegzulaufen, doch sein Geist und Körper sind wie gelähmt und er schafft es nicht aufzustehen und wegzurennen, auch wenn das Verlangen zu Flucht immer größer wird.
Das Stampfen wird immer lauter und bilden mit jedem Schritt einen immer größer werdenden Druck auf seine Trommelfelle. Und da ist er wieder dieser schrille Schrei, der ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der Schrei, wie er ihn von einer Todesfee erwarten würde und er weiß nun, egal was sich ihm nähert, es wird ihm den Tod bringen. Er verlachte die Dorfbewohner und nun ist er dem Fluch dieses Waldes in die Falle gegangen.
Endlich hat er es geschafft sich loszureißen, aufzuspringen und loszurennen. Sein erster Schritt zerteilt den Wasserspiegel in tausende Tropfen, die in alle Richtung spritzen und das mystisch schöne Bild wurde zerstört.
Mit panischem Blick und vom Angstschweiß völlig durchnässt rennt er den Weg entlang in Richtung des Dorfes, auf dem er gekommen ist. Doch das dumpfe Stampfen wird immer lauter und der Druck auf seine Trommelfelle nimmt weiter zu. Und noch einmal dieser Schrei, diesmal so nah, dass er das Gefühl hat, wenn er sich umschaut, kann er das Monster bereits sehen. Doch seine panische Angst lässt es nicht zu, dass er sich umschaut, denn er will nur noch weg von diesem Ort. Er will am Leben bleiben und nicht ein Opfer dieses Monsters werden. Er will nicht, dass seine Seele für immer an diesen Ort gebunden ist und er bis in alle Ewigkeit dieses Grauen ertragen muß.
So schnell wie ihn seine Füße tragen rennt er über den Waldweg und einige Unebenheiten und Schlaglöcher, die er zu spät erkannte hätten ihn beinnahe zum Fall gebracht, doch er kann sich gerade noch fangen und rennt in panischer Flucht weiter. Sein Atem wird immer lauter und je mehr ihn seine Kondition im Stich lässt umso lauter wird das Keuchen, welches sich in seine Atemgeräusche mischt. Er meint mittlerweile den Atem seines Verfolgers zu hören und ein weiteres Greischen verrät ihm, dass sein Häscher immer näher kommt.
Er will es doch wagen einen Blick auf seinen Verfolger zu werfen, doch als er sogleich anfängt zu straucheln, schießt ihm durch den Kopf, daß er dies nicht wagen darf, denn wenn er fällt gibt es kein Entkommen und alles ist vorbei. Bevor er aufstehen kann hat ihn das Monster erreicht und getötet. Doch er meint ein Funkeln wahrgenommen zu haben. War es wirklich ein Funkeln? War es sogar ein rotes Funkeln? Das böse rote Funkeln diabolischer Augen?
Er weiß es nicht, die Ungewissheit jedoch verstärkt die Panik immer weiter und ein weiterer Versuch den Verfolger auszumachen könnte das Ende bedeuten.
Erneut dieser Schrei, diesmal direkt hinter ihm. Noch einmal versucht er das Tempo zu erhöhen, was ihm sogar gelingt. Doch nun zeigen sich die ersten Vorboten der Erschöpfung. Sein Blick wird immer unscharfer und ein leichtes Schwindelgefühl mischt sich unter den drückenden Schmerz in seinem Kopf.
Plötzlich gabelt sich der Weg vor ihm. Woher kam er? Kam er von links, oder von rechts? Welcher Weg ist der richtige? Er weiß es nicht mehr, Und was wird passieren, wenn er den falschen Weg wählt? Läuft er in eine Falle aus der es kein entkommen gibt?
Egal welcher Weg der richtige ist, er hat keine Zeit sich zu entscheiden und wählt den linken Weg.
Daß dies der falsche Weg ist, merkt er jedoch sehr schnell, als der Weg immer schmaler wird und sich auf einmal im Wald verliert. Doch umdrehen kann er nicht mehr, denn er spürt immer noch, dass sein Verfolger dicht hinter ihm ist. Er meint den heißen Atem seines Verfolgers in seinem Nacken zu spüren und den alles durchdringenden Blick der roten glühenden Augen, die nach seiner Seele zu greifen scheinen. Äste schlagen ihm ins Gesicht und zeichnen rote Striemen in seine Haut die sich zugleich mit einem dünnen Blutfaden füllen und der Schweiß, der in diese Wunden fließt erzeugt einen brennenden Schmerz.
Er weiß, er ist verloren, es gibt keinen Ausweg und bald kommt er nicht mehr weiter durch den immer dichter werdenden Wald.
Immer mehr Äste zeichnen ihre feinen Striche in seine Haut und ein größerer Ast bringt in fast zum Fall, als er mit voller Wucht in seinen Bauch schlägt.
Jeder Atemzug tut nun weh und die kühle Waldluft brennt in seinen Lungen. Er ist völlig außer Atem und er merkt, wie seine Füße immer schwerer werden und jeder weitere Schritt kostet ihn Überwindung. Doch er darf nicht aufgeben, sonst ist er für immer verloren.
Schweiß rinnt in seine Augen und trübt seine Sicht. Ihm wird langsam schwindlig und die ganzen Bäume um ihn herum beginnen sich zu drehen.
Er erkennt bösartige Gesichter in ihrer Rinde und die Bäume versuchen nach ihn zu greifen. Versuchen ihn aufzuhalten, damit sein Verfolger ihn endlich greifen kann.
Direkt hinter ihm erneut dieser Schrei und ein dumpfer Schmerz stoppt plötzlich seine Flucht. Sein Verfolger hat ihn erreicht und hat mit seinen Klauen seinen Körper durchdrungen. Er greift eher unbewusst nach der Stelle an der die Klaue des Monsters seinen Körper durchdrungen hat und er spürt, wie sein warmes Blut über seine Hände fließt. Unfähig sich zu bewegen wartet er auf den zweiten Schlag, der ihn das Leben nehmen wird, doch dieser bleibt aus. Warum nur? Will ihn sein Verfolger quälen und ergötzt sich an seinen Qualen?
Langsam sammelt er sich noch ein letztes mal und versucht sich von seinen Verfolger loszureißen, was ihm jedoch nicht gelingt.
Als er zur vermeintlichen Klaue herunterblickt, die seinen Brustkorb durchdrungen hat, stellt er erschrocken fest, dass er gegen einen Baum gerannt ist. Ein gewaltiger Ast, den er übersehen hat, hat seinen Brustkorb durchdrungen.
Doch da ist wieder dieser Schrei, sein Blut erstarrt und er schaut sich panisch um, da er nun weiß, dass er eh nicht mehr fliehen kann. Nun will er sehen, vor wem er geflohen ist, will die Fratze des Monsters sehen, dass ihn gejagt hat.
Doch er sieht nur einen Raben, der neben seinen Kopf auf einem Ast gelandet ist und als dieser erneut krächzt, wird ihm klar, dass er vor einem einfachen Raben geflohen ist. Ein harmloser Rabe und Panik hervorgerufen durch abergläubische Geschichten, an die er eigentlich nicht glaubte haben ihn hierher gebracht.
Ein trauriges Lächeln formt sich auf seinem Gesicht, als er langsam das Bewusstsein verliert und ihm wird die Ironie klar, die ihn das Leben kostete. Seine Phantasie spielte ihm einen tödlichen Streich, ihm der nie an diese Geschichten glaubte ist nun ein Teil dieser Geschichten geworden.
Fasst erleichtert dass ihn kein Ungeheuer und Geist jagte, bereitet er sich auf seinen Tod vor.
Kurz bevor seine Sinne komplett schinden, schaut der Rabe zu ihm hinüber und blickt ihn mit den schwarzen Augen tief in seine und plötzlich meint er ein rotes Glühen in den Augen des Rabens zu erkennen, dass immer intensiver wird.

Die schwarzen Drachen – Die Legende der Drachen

August 23rd, 2010

Die Legende der Drachen

Nur vereinzelt schaffen es Lichtstrahlen, sich den Weg durch die dichten Wipfel der jahrhundertealten Bäume zu bahnen. Wie Speere durchbohren sie mit ihrem goldenen Glanz die Finsternis des Waldes. Erwärmen das duftende, feuchte Moos, welches den Boden bedeckt und spenden den Pflanzen am Waldboden neues Leben mit ihrer kosmischen Energie.
Staub und Mücken tanzen auf den Lichtstrahlen und genießen die Wärme, die das Licht spendet.
Nur das Rauschen eines Wasserfalls durchdringt die Stille des Waldes und der Wassernebel, den er bildet, wird von Regenbogen, die in allen Farben erstrahlen, durchzogen, dort wo das Licht die Baumwipfel durchdringt.
Etwas abseits, neben dem Wasserfall, ist Umgrah, ein junger Krieger, damit beschäftigt, ein Lager für die nahende Nacht zu errichten. Für die Schönheit dieses Naturschauspiels scheint er kein Interesse zu haben. Viel zu beschäftigt ist er mit dem entfachen eines Feuers.
Umgrah passt gar nicht richtig in diese Umgebung, mit seiner Uniform, die kunstvoll aus rotem und schwarzem, glänzenden Leder gearbeitet wurde. Seine Jacke ist an den Schultern mit zahlreichen Nieten bewehrt.
Langsam schnallt er seinen Waffengürtel, an dem ein langes Schwert und eine Axt, welche beide mit kunstvollen Symbolen verziert sind, sowie zwei Dolche hängen, ab und legt ihn neben sein Bündel mit seiner restlichen Ausrüstung. Seinen schwarzen Helm mit dem breiten Nasenschutz legt er ebenfalls dazu.
Etwas zweifelnd betrachtet er die Feuerstelle, die er errichtet hat. Mit duftendem grünen Moos überzogene Steine, in einem Kreis angeordnet, welche einen Haufen feuchter Zweige umgeben.
“Das kann ja was werden. In dem Wald scheint es kein trockenes Holz zu geben.”
Mit diesen Worten kniet er sich vor die Feuerstelle, streicht sich durch den Bart und bindet seine langen schwarzen Haare zusammen.
Er betrachtet erneut den Holzhaufen und versucht, das Holz in Brand zu setzen, was er mit leisen Flüchen unterstützt, da es ein recht verzweifeltes Unterfangen zu werden scheint.
Etwas weiter vom Wasserfall entfernt erschüttern schwere Schritte den Waldboden. Die dumpfen Schläge gegen den Waldboden werden vom Knacken einiger Bäume begleitet.
Vereinzelt werden kleine Waldbewohner wie Vögel und Eichhörnchen aufgeschreckt und bringen sich fluchtartig in Sicherheit.
Ein 50 Fuß langer Drache kämpft sich seinen Weg durch das Dickicht. Sonnenstrahlen lassen die dunkellila bis tiefroten Schuppen funkeln, während sich das Ungetüm durch den Wald schiebt.
Ein eleganter Koloss. Trotz seiner enormen Größe sind seine Bewegungen doch sehr geschmeidig und so bahnt er sich seinen Weg durch den Wald und nur wenige, kleinere Bäume werden von seinem Körper umgedrückt.
Eine angsteinflößende Erscheinung gibt der Drache ab. Aber er wirkt ebenso majestätisch und erhaben. Seine roten leuchtenden Augen, die in seinem riesigen Schädel ruhen, können einen Menschen einschüchtern und das Blut in seinen Adern einfrieren lassen. Sie strahlen etwas diabolisches aus, jedoch spiegelt sich auch Intelligenz in diesen Augen. Jahrhunderte alte Intelligenz.
Seine gewaltigen Schwingen, die eine Spannweite von mehr als 40 Fuß ergeben, hat er dicht am Körper angelegt. Ebenso wie der restliche Körper sind seine Flügel von dunkellila und tiefroten Schuppen bedeckt.
In seinem, mit großen Reißzähnen bewehrten Maul hängt ein toter Braunbär. Die Beute seiner Jagd, die er gerade beendet hat. Immer wieder tropft das schon dickflüssige Blut des Bären auf den Waldboden und hinterlässt eine dunkelrote Spur des Todes.
Das tiefe Schnaufen des Ungetüms untermalt das düstere Bild das von ihm ausgeht noch zusätzlich.
Mit seinen roten leuchtenden Augen sucht er den Wald ab und entdeckt plötzlich Umgrah, der immer noch damit beschäftigt ist, das Feuer zu entfachen.
Der Drache hält kurz inne, fixiert mit seinen dämonischen Augen den jungen Menschen, scheint kurz zu überlegen und setzt seinen Weg, diesmal etwas schneller, in Richtung Umgrah fort.
Unaufhaltsam kommt das Tier Umgrah immer näher. Selbst der etwas dichter werdende Wald kann den Koloss nicht bremsen. Und so verringert sich der Abstand der Drachens zum Lagerplatz des jungen Kriegers immer schneller. Ein Funkeln spiegelt sich in den roten, leuchtenden Augen.
Umgrah hingegen scheint aufgrund des tosenden Wasserfalls, nichts davon zu bemerken. Er ist immer noch damit beschäftigt das Feuer zu entfachen.
Mit großer Geschwindigkeit kommt der Drache auf die Lichtung, genau im Rücken von Umgrah. Sein gewaltiges Maul öffnet sich und lässt den leblosen Körper der Bärens auf den Boden fallen. Dieser schlägt dumpf auf den Boden und das Knacken einiger Knochen ist zu hören.
Der Drache baut sich hinter Umgrah zu seiner vollen Größe auf, so dass nur noch seine beiden hinteren Beine auf den Boden stehen. Die Krallen seiner Vorderbeine wirbeln wie gefährliche, todbringende Klingen in der Luft und mit seinem Augen fixiert er Umgrah, der immer noch vor der Feuerstelle kniet.
Plötzlich speit das Ungetüm Feuer, welches sich gezielt in Richtung Umgrah ausbreitet und alles verbrennt. Weißlich gelbes Feuer, heißer als jede vom Menschen erschaffene Flamme.
Umgrah scheint endlich die Gefahr erkannt zu haben, springt völlig erschrocken von der Feuerstelle weg und zieht instinktiv sein Schwert. Nur seinen schnellen Reflexen verdankt er, dass ihn die Flammen nicht erwischten.
Seine grünen Augen fixieren eisern den Blick des Drachens, dessen Kopf sich unaufhaltsam Umgrah nähert.
“Xendragas, bist du verrückt? Du hättest mich verbrennen können, wenn ich nicht weggesprungen wäre!” schreit er den Drachen wutentbrannt an.
Das Maul des Drachens ist nun kurz vor dem Gesicht des jungen Kriegers und beide schauen sich tief in die Augen. Grüne menschliche Augen, die nicht weniger funkeln wie die roten des Drachens. Feste, entschlossene Blicke.
Xendragas neigt seinen Kopf etwas zur Seite und mit tiefer fauchender Stimmer erwidert er: “Nicht so zornig, junger Drachenreiter. Du hast gute Reflexe und außerdem habe ich meinen Feuerodem gut unter Kontrolle. Hättest du etwa noch bis zum Sonnenuntergang so weitermachen wollen? Du hättest es doch sowieso nicht geschafft, das feuchte Holz in Brand zu setzen.”
Mit diesem Worten stößt er Umgrah, der sich gerade aufrichten wollte, wieder um und legt sich lachend neben die Feuerstelle, sofern man dies bei so einem Ungetüm sagen kann.
Umgrahs Zorn ist jedoch genauso schnell verflogen, wie er kam. Er steckt das Schwert wieder in die Scheide und holt einen der Dolche, mit dem er sich über den toten Bären her macht.
“Du hast gut Beute gemacht Xendragas. Ich hab schon lange keine Bärenkeule mehr gegessen.”
Zufrieden trennt er das Fell von der Keule ab und bereitet es zum braten vor.
Der Drache Xendragas schnappt währenddessen mit seinen großen Maul nach dem Rest des Bären und beginnt diesen zu verschlingen.
Unterdessen hat sich Umgrah neben den Drachen gesetzt, lehnt sich an ihn und wartet darauf, dass das Fleisch durch wird.

Nachdem auch Umgrah mit dem Essen fertig ist, deutet er auf die rauchenden Trümmer eines Dorfes, welches am Rande des Waldes liegt und von ihrer Stelle sehr gut zu sehen ist. Die untergehende Sonne taucht diese Stätte des Todes in einen roten Mantel und gibt den Ruinen eine beklemmende Ausstrahlung.
“Meinst du wir können die Spur des schwarzen Drachens, der diese Dorf vernichtet hat, wieder aufnehmen?”
Xendragas überlegt kurz und betrachtet den Ort, den sie erst vor wenigen Stunden erreicht hatten. Sie hatten nur noch rauchende Trümmer vorgefunden. Das Dorf war bis auf die Grundmauern abgebrannt. Sogar die Steine, aus denen die Häuser erbaut wurden, waren geschmolzen. Selbst der gewaltige Odem Xendragas hätte es nicht geschafft diese Steine so zu verformen.
Die beiden hatten so etwas noch nie vorher gesehen. Diese Grausamkeit und Vernichtungskraft, die diesen Ort heimgesucht hatte.
Überall waren Leichenteile verstreut, teils verkohlt. Nur einen Überlebenden fanden sie. Doch dieser war mehr tot als lebendig. Die linke Hälfte seines Gesichts hing nur noch in Fetzen runter und von seinen Unterleib war ebenfalls nichts mehr übrig.
Er konnte Umgrah nur noch etwas von einer gigantischen schwarzen Bestie erzählen. Größer als selbst Xendragas es war.
“Ich habe bereits eine Vermutung in welche Richtung er aufgebrochen ist,” sagt Xendragas plötzlich.
“Er wird bestimmt nach Kandafar fliegen. Ich denke er wird seine Brüder aufwecken wollen und das müssen wir unbedingt verhindern.”
Umgrah richtet sich auf und sieht Xendragas völlig überrascht an.
“Seine Brüder aufwecken? Meister Ragnar hat nur von einen Drachen gesprochen. Und wenn ich mir anschaue, was dieser angerichtet hat, muß seine Kraft enorm sein. Ein solches Ungetüm ist schon schwer genug aufzuhalten.”
Am besorgten Blick des alten Drachen konnte Umgrah erkennen, dass es anscheinend schlimmer ist, als er je angenommen hatte, auch nachdem, was sie heute am Waldrand vorgefunden hatten.
Mit tiefer zischender Stimme reißt Xendragas Umgrah aus seinen Gedanken.
“Du hast keine Ahnung, kleiner Drachenreiter, mit wem wir es hier zu tun haben.”
“Sag mir was du weißt, von dem selbst Ragnar mir nichts sagen konnte”, fällt Umgrah dem Drachen ins Wort.
Xendragas schaut Umgrah einige Momente tief in die Augen, als wolle er in dessen Seele blicken, bevor er weiterspricht. Er versucht feststellen zu wollen, ob er Umgrah wirklich erzählen soll, was er weiß. Nur zögerlich fängt der Drache an und Umgrah spürt genau, was in dem Drachen vorgeht.

“Ich hoffte, es würde nie soweit kommen, dass ein Drache euch Menschen diese Geschichte erzählen müsste. Ich versuchte bis heute Mittag, diese Gedanken zu verdrängen und hoffte, dass ich mich getäuscht hatte, als wir aufbrachen. Doch das, was wir heute in dem Dorf vorfanden war eindeutig das Werk von Adachem. Einen der fünf Drachenlords.”
Er hält kurz inne und betrachtet noch einmal die rauchenden Trümmer, die mittlerweile von der untergehenden Sonne in blutrotes Licht getaucht werden.
“Es gibt eine alte Legende der Drachen, von der kaum ein Mensch weiß. Nur wir Drachen erzählen sie von Generation zu Generation weiter.
Vor vielen tausenden von Jahren, als noch wir Drachen über die Welt herrschten, gab es die 5 Drachenlords. Ihr Menschen ward nur ein kleines Volk. Noch nicht viel mehr als Tiere in unseren Augen.
Es gab überall brodelnde Vulkane und das Klima war heiß und rau.
Meine Rasse herrschte über alles, wir waren die mächtigsten Wesen auf Erden.
Doch es gab fünf Drachen, größer und mächtiger als alle anderen.
Sie nannten sich selbst die Drachenlords. Keiner wusste woher sie kamen oder von welcher Blutlinie sie abstammten.
Sie waren einmalig in ihrer Art, Macht aber auch Bösartigkeit. Es waren fünf Brüder, vier schwarze und ein weißer.
Adachem, Ynveen, Ogonom und Ranck. Sie waren das lebende Chaos. Sie waren doppelt so groß wie die größten aus unserer Blutlinie.
Überall wohin sie kamen gab es Tod und Zerstörung. Sie mordeten nur aus Lust am Töten. Ihnen war es egal ob es Tiere, Menschen oder sogar Drachen waren. Wer sich ihnen in den Weg stellte, oder besser gesagt ihren Weg kreuzte, wurde grausam von ihnen vernichtet, wenn sie es wollten.
Sie wurden von jedem gefürchtet. Und der Hass der Drachen gegen sie war groß und wuchs stetig an.
Nur der fünfte von ihnen konnte die Brüder bändigen. Deghraehl.
Er war mächtiger als seine vier Brüder zusammen. Jedoch ließ er sie gewähren.
Als der Hass der Drachen gegen die Drachenlords jedoch zu groß wurde, sammelten sie sich, um gegen die vier schwarzen Drachen zu kämpfen. Ein vergeblicher Kampf. Sie waren uns nicht nur körperlich überlegen, sondern sie beherrschten mächtige magische Formeln.
So hatte Deghraehl Mitleid mit uns und er nannte uns vier Orte von mächtiger Magie. Dort sollten wir seine Brüder hinlocken und bannen, denn töten konnten wir sie nicht. Dafür waren sie zu mächtig.
Deghraehl selber zog nicht gegen seine Brüder in die Schlacht, doch wir schafften es nach schweren Kämpfen die vier Brüder zu bannen.
Doch die Verluste unter uns waren unvorstellbar groß.
Als seine vier Brüder gebannt waren, zog sich Deghraehl ebenfalls zurück, um in einen ewigen Schlaf zu verfallen.
Bevor er jedoch ging, prophezeite er uns noch den Untergang unserer Rasse. Er weissagte uns, dass eine neue Rasse kommen wird und unsere Macht brechen wird, wie wir die Macht seiner Brüder brachen.
Und so kam es auch wenige Jahrhunderte später.
Ihr Menschen, eine Rasse, die wir bis dahin nicht weiter beachtet hatten, verbreitete sich immer weiter und gewann immer mehr an Macht. Solange, bis sie gegen uns auf begehrten und gegen uns in den Kampf zogen.
So kam es damals, dass ihr Menschen uns als Herrscher über die Erde abgelöst habt. Und hätten nicht einige wie ihr Drachenreiter vertrauen zu uns gefunden, würde meine Rasse bestimmt nicht mehr existieren.
Deghraehl prophezeite uns aber noch etwas, was wir viel mehr fürchteten.
Er prophezeite uns, dass eines Tages seine Brüder wieder aus ihren magischen Verließen ausbrechen würden und erneut ihr Reich des Todes und der Gewalt errichten werden. Und ich befürchte, diese Zeit ist jetzt gekommen.
Deghraehl zog sich in ein Höhlensystem zurück, welches ihr Menschen jetzt Kandafar nennt.
Einer der vier Bannorte war hier. Der Legende nach wurde Adachem hier gebannt. Er war der böseste der vier schwarzen Drachen.”
Umgrah lauscht Xendragas gebannt und kann nicht glauben, was er da hörte. Als er sich endlich gefangen hatte, sagte er etwas zögerlich:
“Und du meinst er wird Deghraehl suchen und aufwecken? Aber wieso Deghraehl? Schließlich hatte er seine Brüder doch verraten.”
“Deghraehl hatte seine Brüder nicht verraten. Er hatte nie gegen sie gekämpft und er hat damals auch nicht damit gerechnet, dass die Drachen Erfolg hätten. Schließlich sind sie vom gleichen Blut und er weiß wie stark seine Brüder sind. Ein Drache würde nie gegen seine Blutlinie kämpfen. Adachem braucht den weißen Drachen, denn nur Deghraehl weiß, wo seine drei Brüder gebannt wurden. Und sollte er Deghraehl wecken können, wird dieser ihm sagen, wo die anderen schwarzen Drachen gebannt wurden, denn seine Prophezeiung soll sich erfüllen. Du kannst dir selber ausmalen, was das für die Menschheit bedeuten würde, wenn Adachem Erfolg hat.”
Und Umgrah konnte sich nur zu gut ausmalen, was dann geschehen würde. Wenn er daran dachte, was er heute Nachmittag vorgefunden hatte. Es machte ihn Angst, wenn er weiterdachte.
Xendragas musterte den jungen Drachenreiter noch einmal genau und beschloß, dass es besser sei, ihn mit seinen Gedanken alleine zu lassen. So legte er seinen gewaltigen Schädel auf den Boden und schloß die Augen um für den nächsten Tag Kräfte zu sammeln.
Umgrah hingegen konnte nicht so schnell einschlafen. Viel zu beschäftigt waren seine Gedanken. Er versuchte das, was Xendragas ihm erzählt hatte, zu verarbeiten. Seine Gedanken zu sortieren. Er hatte zum ersten mal richtige Angst vor dem, was noch kommen möge.
Wenn er bedachte, wie unbeschwert er aufgebrochen war.
Und er fragte sich, wieso gerade er von Meister Ragnar ausgesucht wurde, um diese Aufgabe zu bewältigen. Hat er nicht gewusst, was die Zeichen zu bedeuten hatten?
Umgrah war zwar ein sehr angesehener Krieger, doch konnte sein Können nicht darüber hinwegtäuschen, dass er noch jung und teilweise unerfahren war. Und er konnte sich nicht vorstellen, dass Meister Ragnar nicht die alten Drachen gefragt hatte, bevor er ihn mit Xendragas losgeschickt hatte. Die alten Drachen hätten Meister Ragnar so etwas nie verheimlicht. Das konnte sich Umgrah nicht vorstellen. Oder wusste Xendragas noch etwas, was er ihm nicht erzählen wollte?
Oder wählte der alte Druide ihn, da er so gut mit Drachen umgehen konnte?
All diese Fragen quälten ihn und er starrte zum Waldrand auf die Überreste des Dorfes, welche mittlerweile nur noch vom Mondlicht beleuchtet wurden. Er nahm nicht einmal war, wie die geschmolzenen Steine noch leicht rot glühten, so war er in Gedanken versunken.
Er versuchte sich an die letzten Tage zu erinnern, um vielleicht so herausfinden zu können, warum gerade er und Xendragas auf diese Reise geschickt wurden.
Und so dachte er an die Ereignisse der letzten Tage zurück, bis er endlich einschlief. Doch auch im Traum verfolgten ihn seine Gedanken und ließen ihn nicht los.

Die Prophezeiung

August 23rd, 2010

Akt 1 – Die Kirche

Steine, von grünem Moos überzogen und vom Zahn der Zeit zerfressen. Die spärlichen Strahlen der Sonne, die sich auf ihnen spiegeln und brechen und so dem Gemäuer einen gespenstisch mystischen Schein verleihen. Eine alte Kapelle, die auf schwarzer Erde gebaut wurde. Einst gebaut, um das Böse zu bannen, das hier herrschte, doch haben im Laufe der Zeit die Steine die schwarze Magie, die diesem unheiligen Ort innewohnt, in sich aufgesogen. So hat sich dieses Gemäuer zu einer Kathedrale der schwarzen Magie verwandelt in der wieder das Böse herrscht.
Und inmitten dieser Kathedrale sitze ich, auf einem Thron aus Knochen, dort, wo einst ein Altar zur Anpreisung eines schwachen Gottes stand. Umgeben von Tausenden von bösen Geistern und Dämonen, die diese Gemäuer durchstöbern, in der Hoffnung, daß sich unschuldige Seelen in dieses Gebäude wagen. Verlorene Seelen, welche sie dann jagen, quälen und vernichten können. So wurde ein neuer Kultplatz geboren, eine Kirche Satanas.
Als Alchimist war ich auf der Suche nach dem Geheimnis des ewigen Lebens und so gelangte ich an diesen Ort. Nun beschäftige ich mich mit dem Studium alter Hexenbücher, den Büchern der schwarzen Magie. Wort für Wort brennen sich die Beschwörungen in mein Hirn. Zauberformeln, mächtiger als jede Waffe, geschrieben von Wesen aus einer anderen Welt. Das Studium dieser Bücher läßt mich teilweise in Trancezustände verfallen. So suche ich nun seit Jahren nach der Formel des ewigen Lebens.
Gefangen im Strudel meiner Träume, Träume meiner Weltherrschaft, die kommen wird. Träume, die mich mit Freude erfüllen. Träume einer Herrschaft, gebaut auf Tod, Blut und Verderben. Eine Regierung der Angst.
Zerstückelte Kadaver, soweit meine Augen reichen, ein Meer aus Blut, aus dem ich trinke. Das Blut meiner Feinde. Ihre Köpfe vom Rumpf abgetrennt und auf Pfählen aufgespießt. Schreie dringen an mein Ohr. Schreie des Todes und der Qual, von Menschen, die zu meiner Belustigung gefoltert werden. Tausende von Leichen, aufgehäuft. Von meinen willenlosen Dienern hingerichtet und geschändet. Anblicke, die mich in Erregung versetzen, die mein Herz erfreuen. Der süße Duft von verfaulendem Fleisch, der mich befriedigt, willenlose Geschöpfe als Diener, eine Herrschaft, die nie Enden wird…..
Ich verlasse diese Traumwelt wieder und betrete das Reich der Realität, eine Realität, die mich in Trauer an meine Träume denken läßt. Doch ich setze das Studium der Bücher fort, es gibt noch so viele Formeln, die ich noch lernen muß, Formeln zur Verwandlung in einen Wolf oder in andere Bestien. Formeln, die mir neue Dimensionen des Daseins eröffnen, mit deren Hilfe ich meinen Blutdurst stillen kann.
Formeln, die meine Machtdurst löschen…..nekrophile Spiele, die mein Herz erfreuen.

Akt 2 – Die Jagd

Endlich ist es soweit, ich habe einen Weg gefunden, wie ich meinen Blutdurst stillen kann. Das Verlangen nach rohem Fleisch und warmem Blut. Durch die Verwandlung in einen Wolf kann ich nun endlich meine sadistischen Triebe ausleben. Das Vermächtnis einer mächtigen Hexe, die einst von der Inquisition hingerichtet wurde, wenn sie wüßten, daß wir schwarze Seelen durch den Tod uns erst richtig entfalten können.
Lautlos verlasse ich in der Gestalt eines großen schwarzen Wolfes die Kirche und begebe mich auf die Jagd. Ich schleiche durch das Unterholz auf der Suche nach frischem Fleisch. Nur mein dumpfes Schnaufen und die rot leuchtenden Augen verraten mich.
Aus der Ferne dringen Laute meines Opfers an meine Ohren, der sorgenlose Gesang eines unschuldigen Menschen. Gesänge, die ich verabscheue. Kirchengesänge. Auf einer kleinen Lichtung macht mein Opfer rast. Ein verabscheuungswürdiges Geschöpf, ein junger Priester.
Doch sehr junges und unschuldiges Fleisch, ein Festmahl für mich. Ein würdiges Opfer für die erste Jagd.
Lautlos nähere ich mich ihm, kann schon das Blut in seinen Adern riechen. Sehe im Geiste schon, wie sich meine Zähne in sein Fleisch bohren, wie ich seinen Leib zerfetze und sein Inneres seziere.
Doch plötzlich bemerkt er mich. Wilde Panik ergreift seinen Geist. In wilder Hast ergreift er die Flucht, das Spiel kann beginnen!
Die Angst in seinen Augen, ein Anblick, der mein Herz erfreut. Ich jage ihm nach, ich weiß, er hat keine Chance. Ein erhebendes Gefühl der absoluten Macht über diese verletzliche Kreatur. Äste reißen Narben in seine Haut, Blut quillt aus seinen Wunden und fließt über seine Arme. Blutstropfen fallen zu Boden, zeichnen eine rote Spur auf den trockenen Waldboden.
Ich komme immer näher, es gibt für ihn kein entkommen.
Ein kurzer Sprung, schreiend fällt er zu Boden. Meine Krallen reißen Hautfetzen aus seinem Rücken. Ein letzter Schrei, ein Schrei des blanken Entsetzens, sein Todesschrei.
In wilder Gier beiße ich ihm in die Kehle, sein warmes Blut fließt in meinen Rachen, das Elixier des Lebens. Mit Freuden höre ich seine Todesschreie, die in einem Gurgeln ersticken.
Gierig reiße ich das Fleisch von den Knochen, welch köstliches Mahl. Junges unschuldiges Fleisch, eine Delikatesse für mich. Ein weiteres Opfer, welches meiner Gier nach Schmerzen und Blut zum Opfer fiel.
Nur noch die blutigen Knochen zeugen von der Tat….die Jagd ist beendet.

Akt 3 – Visionen

Ein Trank der schwarzen Magie, gebraut in einer Nacht des Teufels. Ein altes Rezept der Alchimisten, entdeckt vor hunderten von Jahren. Eine Droge, die es mir erlaubt in die Zukunft zu sehen.
Wieder sitze ich auf meinem Thron, der Geist schon leicht benebelt durch den Trank. Der Strudel der Visionen saugt mich in sich auf, meine Seele begibt sich auf eine Reise. Eine Reise in andere Dimensionen, auf den Weg zur Hölle.
Ein Strudel aus grauweißem Nebel umgibt mich, verschlingt mich, wird ein Teil von meinem Bewußtsein. Aus diesem Schleier kristallisiert sich langsam eine Gestalt. Erst ein Schatten, doch langsam wird das Bild klarer.
Eine Fratze, abscheulich anzusehen, Gesichtszüge die nur aus Haß bestehen. Eine weiße Maske mit Blut tausender unschuldiger Seelen bespritzt.
Es ist mein Herr und Meister: Luzifer!
Ein gefallener Engel, der mächtiger wurde als Gott selber. Die Personifizierung des Bösen und aller Lüste, denen ich ergeben bin.
Plötzlich sehe ich meinen eigenen nackten Körper, wie er sich verwandelt. Fühle unendliche Schmerzen. Blut rinnt aus all meinen Poren. Ich verwandle mich in einen Engel des Todes, grausamer als Satan selber.
Nun endlich erkenne ich mein richtiges ich, meine Bestimmung, meine Zukunft. Ich bin der Sohn des Teufels, der Vernichter, der seine Armeen in den ewigen Sieg führen soll.
Als Inkarnation seiner soll ich die Menschheit unterjochen und versklaven.
Ich stehe in einem Meer aus schwarzem Wasser und trinke daraus. Wie Feuer verbrennt es meine Innereien, füllt mich mit all dem Haß der Welt. Sämtliche menschlichen Gefühle wurden vernichtet. Ich bin nun das Böse!
Meine Reise geht weiter, mein kommendes Schicksal spielt sich vor meinen Augen ab. Die Inquisition, die mich vernichten will. Gottes schwarze Legion.
Mein Körper mit blutenden Wunden überzogen, die Handschrift der Inquisition, ihrer Folter. Kaltes Blut, das zu Boden fällt, das Zeichen des Todes. Die verfluchten Gesichter derer, die mich töten wollen. Ich sehe wie ihre Gesichter von Maden und Würmern zerfressen werden. Sie wollen mich töten, der Tod durch das Feuer, der Scheiterhaufen. Doch dadurch erreiche ich nur mein so lang gesuchtes Ziel, das ewige Leben. Sie sind es, die mich zum Sohne Satanas machen, der ihnen dann den Tod und die ewige Verdammnis bringen wird.
Ich sehe, wie die Flammen mein Fleisch verschlingen, mein eigener Tod, der keiner ist. Der Gesang der schwarzen Engel dringt an meine Ohren, das Zeichen meiner Erlösung von sämtlichen irdischen Qualen und Schwächen.
Doch wieder verwandelt sich alles zu einem Strudel aus Farben und Gefühlen. Meine Reise durch die Zukunft hat ein Ende.
Nun kenne ich endlich das Geheimnis, die Suche hat sich gelohnt.
Ich besitze nun das nötige Wissen…..das ewige Leben ist mein.

Akt 4 – Die Inquisition

Eine Prozession des Todes nähert sich meinem Unterschlupf, meinem kleinen Reich. Die Inquisition. Mönche mit braunen Kutten, selbsternannte Söldner Gottes. Ihr Weg wird durch eine blutige Spur gekennzeichnet, wie die meinige. Folter und Tod als Instrument der Wahrheit. Menschen die auf bestialische Weise als Hexen und Ketzer hingerichtet wurden, auf grausame Art und Weise gefoltert und dann im Namen Gottes geopfert.
Sie hassen Meinesgleichen und sehen dabei nicht, wie ähnlich sie uns sind.
Meine größten Feinde, die nach meinem Tod lechzen. Sie wollen Rache für den Mord an dem jungen Priester. Mit Freuden denke ich an dieses Mahl zurück, er war mein erstes Opfer, viele weitere folgten.
Unaufhaltsam nähern sie sich meiner Kirche, haben meine Spur aufgenommen. Ich weiß, daß sie mich töten wollen, doch es ist noch zu früh für mich. Sie werden es schaffen, damit sich die Prophezeiung erfüllen kann. Doch noch ist es zu früh, es gibt noch soviel zu lernen.
Zum ersten mal verspüre ich Angst, Angst davor, daß mein Wissen nicht reicht. Eine Mischung aus Glück und Angst schleicht sich in meinen Kopf, verwirrt meine Gedanken. Kommende Qualen, die mir die Erlösung bringen werden.
Die Todesgesänge der Mönche werden immer lauter, sie haben mich entdeckt, doch ich werde es ihnen nicht leicht machen. Ich werde noch mit ihnen spielen, bevor ich mich meinem Schicksal hingebe.
Ich flüchte vor ihnen, die Jagd kann beginnen.
Die Beute bin diesmal ich selber, doch sie werden Opfer bringen müssen. Ein mächtiger Feind, den sie nur schwer besiegen werden.
Einige ihrer Knechte fallen mir zum Opfer, ein grausamer Tod ereilt sie, sie hatten keine Chance. Ihre Köpfe vom Rumpf abgetrennt, der Boden ein See aus ihrem Blut. Lachend reiße ich ihnen ihre Herzen aus den toten Leibern, zerquetsche ihre Herzen und labe mich an ihrem Blute. Ein Festmahl für Geist und Körper, necrophile Gelüste werden in mir wach.
Ihre Bluthunde jagen mich jedoch weiter, kommen immer näher. Hungrige Bestien, die meine Spur aufgenommen haben und erst aufgeben werden, wenn sie mich gestellt haben oder der Tod sie ereilt. Sie wollen mir den Tod bringen, so wie ich den ihren bringen werde.
Sie haben mich eingeholt, springen mir entgegen. Ihre Krallen bohren sich in meine Haut, sie wollen meine Kehle zerfetzen. Zurückgerufen von ihren Herren, die mich in Ketten legen.
Ein blutüberströmter Körper, der von ihnen verhöhnt wird. Ein weiterer Ketzer, der im Namen Gottes getötet werden soll, doch sie wissen nicht, daß sie mich damit zu ihrem größten Feind machen. Als Sohn des Teufels werde ich wiedergeboren, um ihnen den Tod zu bringen und die Welt zu unterjochen. Noch lachen sie mich aus, doch ich sehe schon ihren qualvollen Tod…..denn mein Reich wird kommen.

Akt 5 – Das Verließ

Ein kleiner dunkler Raum, gefüllt mit dem Geruch des Todes. Nur ein kleines Fenster läßt weiße Lichtstrahlen herein. Sie bilden weiße Balken auf denen der Staub tanzt. Aus der Ferne hallen Schreie. Todesschreie, erzeugt durch die Folter, die Waffe der Inquisition, die ich schon überstanden habe. Mit undendlich vielen blutenden Wunden überzogen sitze ich hier mit schweren Stahlketten an die Wand gekettet.
Alleine gelassen mit meinen Schmerzen und Gedanken.
Alleine gelassen mit Ratten und Schaben, die meine Wunden lecken, die von meinen Blut trinken und mein Fleisch sezieren. Viel zu hungrig, als daß sie Angst vor mir hätten.
Sie bohren sich in mein Fleisch, wollen mich ganz verzehren.
Unendliche Qualen, die mich auf den Tod vorbereiten. Einen Tod, der mich endlich von all den weltlichen Qualen erlösen wird.
Von den Folterknechten wurde ich als Hexer gebrandmarkt. Sie brannten mir mit glühendem Stahl das Zeichen des Bösen in meine Haut. Das umgedrehte Pentagramm, welches zu leben beginnt.
Die weiße Maske erscheint wieder vor meinen Augen. Der Bote des Todes, der mein Blut aus meinem Leib saugt und mich aus dem Kelch des ewigen Lebens trinken läßt. Ein Kelch mit mystischen Symbolen, gefüllt mit schwarzem Wasser. Das Wasser, das aus purem Haß besteht, das Elixier des Bösen, der ewigen Macht.
Der Todesengel reicht mir den Kelch und ich trinke daraus. Das Wasser scheint mich von innen aufzufressen, genau wie in meinen Visionen. Es tötet sämtliche menschlichen Gefühle und Regungen ab. Die Vorstufe der Verwandlung hat begonnen. Die Wunden beginnen sich zu schließen, nur das getrocknete Blut als ihr stummer Zeuge. Die Ratten und Schaben werden von ihnen eingeschlossen, für immer in meinem Körper gefangen, den ewigen Qualen ausgesetzt.
Als Vorboten meiner kommenden Macht über Leben und Tod…..die Verwandlung hat begonnen.

- Feuertaufe

Die liebliche Stille des Verlieses wird unterbrochen. Mönche in braunen Kutten kommen, um mich zu holen. Sie wollen mich auf meinen letzten Weg geleiten. Befreien mich von meinen Ketten, das Ende ist nahe.
Sie stimmen ihre zeremoniellen Gesänge an und wundern sich über mein Lächeln im Gesicht. Ein Lächeln, als Hohn für die Menschheit.
Sie zerren mich zum Scheiterhaufen, ketten mich wieder an. Ich soll von Satan abschwören und sie würden meine Seele der Obhut Gottes anvertrauen. Bekehren soll ich mich, vor meinem Tode noch zu ihrem erbärmlichen, schwachen Gott beten. Als Antwort erhalten sie nur mein verächtliches Lachen.
Das Holz wird entzündet, die Flammen beginnen ihr Werk der Vernichtung. Durch den aufsteigenden Rauch sehe ich die Heuchler, höre ihre falschen Gesänge. Die Flammen beginnen mein Fleisch zu verzehren, ich spüre keine Schmerzen und warte auf die Erfüllung der Prophezeiung.
Der Rauch verformt sich zu einem grauen Strudel. Mein Geist verläßt meinen Körper und überläßt ihn den Flammen zum Fraß. Ich betrete eine neue Dimension, die Welt der Dämonen, meine Welt.
Vor mir liegt der verlassene Körper eines toten Engels. Sein liebliches Gesicht von Schmerzen verzerrt, seine bleiche, zarte Haut mit seinem Blut überströmt. Er wurde vernichtet, damit ich seinen Körper besiedeln kann, der Sohn des Teufels in der Gestalt eines toten Engels.
Die Prophezeiung hat sich erfüllt.
Nun endlich bin ich der Sohn Satanas, der Engel des Todes.
Und nun warte ich darauf, daß mich ein Mensch auf die Erde ruft, damit ich dort eine Welt aus Blut und Tod gründen kann.
Das Ende wird kommen.
Der mächtigste Engel wird euch allen die Vernichtung bringen.
Der Engel des Todes wurde geboren, um euch zu vernichten…. sobald die Zeit reif ist.

Neues Design und ein Neustart im Jahr 2010

August 23rd, 2010

Nachdem es auf dieser Seite die letzten Jahre etwas ruhig war, wird es Zeit, das hier mal wieder was passiert.

Den Anfang macht der Umstieg auf WordPress und das neue Design der Webseite. Im Moment noch im Standard-Template, aber ich denke das schöne Stück ist auch dementsprechend passend.

Als nächstes stehen dann die Geschichten an, die ich dann nach und nach hier wieder online stellen werde. Und wer weiß, vielleicht wird bald auch wieder was neues erscheinen. An der Geschichte zum alten Netzroman wir auf  luxoria.de bereits ordentlich gewerkelt.

Viel Spaß mit der neuen Seite wünscht Euch,

LS (Lord Stigmata)